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Bonjour Stufé

Mit TGV und ICE von Paris nach Kiel

Ein Reiseprotokoll

Eines vorweg, auch wenn das hier Geschilderte vielleicht eher abschreckend erscheint – bitte fahrt Bahn und helft auf diese Weise mit, Zugreisen besser und barrierefrei für alle zu machen!! Und am Ende des Tages: Ja, Bahnfahren mit Rollstuhl nervt, aber es hat auch viele Vorteile neben all den Schikanen, die allen voran die Deutsche Bahn uns auferlegt!

Ich bin mit meinem Sohn (11 J.) nach Paris gereist. Die Verbindung sah ursprünglich sowohl auf der Hinfahrt, als auch auf der Rückfahrt einen einmaligen Umstieg in Frankfurt Hbf vor. Jeweils 10 Stunden Reisezeit. So far, so good!

Kopf mit Helm, dahinter unkenntlich gemachtes Kind auf dem Fahrradweg inmitten von Paris
Mit Kind und Rad durch Paris (fahre ein Adaptivbike, hier nicht im Bild)

Ticketkauf und Hilfsanmeldung

Beim digitalen Ticketkauf kann die Barrierefreiheit der Reise nicht angemeldet werden. Bei der separaten mailbasierten Onlineanmeldung des Hilfeservice (per HaSe) stellte sich nach telefonischer Rücksprache heraus, dass die Begleitperson für die Fahrten in Frankreich nicht wie vorgesehen in das System eingepflegt wurde.

Liebe DB – könnt ihr bitte mal digital für alle?!

Dieses erfolgte dann telefonisch nach interner Weiterleitung an einen Kollegen der “internationalen” Abteilung. Dennoch konnte die dazugehörige Bestätigung der Begleitperson nicht digital erfolgen, sondern musste im Vorfeld der Reise händisch am Ticket oder Schalter abgeholt werden. Ein weiterer Extraweg war notwendig. Ein Zeichen, dass die selbstverständliche digitale Anmeldung einer Reise – so wie bei allen anderen Reisenden auch – nicht vorgesehen ist. Und dass selbst Fehler im System aufseiten der Bahn durch einen Extrabesuch eines Schalters auf Kund*innen mit Behinderung abgewälzt werden.

Reise in Kurzform

Auf der Hinfahrt entfiel der ICE aufgrund eines Zugausfalls (Reise per RB nach HH, von dort per ICE nach Kassel, dann Umstieg in einen anderen ICE nach Frankfurt Hbf, dort Einstieg in den geplanten TGV). Die Hilfeleistung erfolgte jeweils wie bestätigt, teilweise sogar spontan auf den ungeplanten Strecken. 

Auf der Rückfahrt dann völliges Chaos: die Hilfeleistung war nicht im “System”. Im TGV gab es keine Einstiegshilfe. Auch beim Zugwechsel kam kein Hilfeteam, um mich einzuladen. In Mannheim wollte die MSZ uns in einen knapp zwei Stunden später fahrenden ICE setzen (obwohl alle anderen in einen ICE steigen konnte, der in 10 Minuten fuhr auf einem anderen Gleis fuhr). Nach selbst organisierten Einstieg in den ICE war ab Frankfurt Hbf kein WC mehr verfügbar für den Rest der Reise. Im ICE wurde ein Ausstieg für Hamburg Hbf vorgemeldet. Bei Ankunft war keine MSZ verfügbar (“man war nicht informiert worden”). Auf der Plattform war der Aufzug außer Betrieb. Ich bin schließlich eigenständig über die Rolltreppen herausgekommen. 

Reiseprotokoll

  • Ankunft um 8:35 Uhr am Ostbahnhof in Paris (eine halbe Stunde vor Abfahrt)
  • Vor Ort gehe ich zu drei Bahnservicekräften an einem ausgewiesenem, offiziellem Infostand, um nach Hilfe zu fragen: an welchem Gleis würde der Zug abfahren? Und: ich bin mit dem Rollstuhl unterwegs (offensichtlich) und ob ich mich irgendwo gesondert melden müsste? Auskunft: das Gleis würde etwa 20 Minuten vorher bekannt gegeben und eine Hilfe benötige ich nicht, denn ich könnte einfach so in den Zug einsteigen, denn es gäbe einen ebenerdigen Einstieg (das war offensichtlich eine Falschauskunft). Auf meine explizite Nachfrage, dass ich bei meiner Hinreise nicht selbständig hätte einsteigen können, erwidert der französische Bahnmitarbeiter mir im Beisein seiner beiden Kollegen, dass ich mir keine Sorgen machen müsste
  • Ich setze mich mit meiner Reisebegleitung in Sichtweite des Infostandes in einen Wartebereich
  • 8:45 Uhr, Gleis wird bekannt gegeben. Nach Vorzeigen der Impfbestätigung und des Tickets gehen wir zum reservierten Wagen. Er befindet sich am Ende der Plattform (am weitesten weg). Dort angekommen erwartet uns niemand, um uns in den Zug zu helfen und die Stufen zu überwinden, die es beim TGV nicht direkt beim Einstieg gibt wie im ICE. Allerdings gibt es eine interne Plattform, die durch einen Bahnmitarbeitenden bedient werden muss, um den Sitzplatz erreichen zu können
  • 8:55 Uhr, ich suche noch immer nach einer Person für den Einstieg. Auf der gesamten Plattform ist niemand zu sehen. Ich entscheide mich, meinen Sohn an der Tür stehenzulassen und an den Zuganfang zu gehen, wo sich Mitarbeiter befinden, die die Tickets checken. Vor Ort muss ich mich zuerst verständlich machen. Schließlich gelingt es mir, einer Person zu überzeugen, dass ich Hilfe benötige. Ich bin nicht vollends überzeugt, ob ich Hilfe bekomme, kehr aber zurück zum reservierten Wagen, weil mein Sohn dort auf mich wartet und ich bei ihm sein möchte
  • 9:00 Uhr, wir können einsteigen, nachdem ein Mitarbeiter gekommen ist und die Plattform hochgefahren wird und eine Rampe ausgelegt wird, um den Spalt zu überbrücken

Auch im TGV geht es nicht selbständig hinein, aber immerhin ohne Neigung
  • Wir fahren los, doch kurze Zeit später, hält der Zug wegen eines technischen Defekts. Es stellt sich heraus: Der Zug muss umkehren und fährt wieder nach Paris zurück. Der Vorgang dauert etwa 1,5 h. Wir bekommen einen neuen Zug. Die Person, die mich eingeladen hat, lädt mich wieder aus und sagt, dass ein Kollege mir beim Einstieg in den anderen Zug helfen wird
  • Doch der Kollege erscheint nicht. Alle Reisenden sind schon im neuen Zug. Wir sind abfahrbereit, doch ich bin noch immer nicht im Zug. Mehrere Personen, inklusive französischer Polizei stehen am Zugeingang. Niemand kann / will helfen. Der dazu berechtigte Mitarbeitende ist noch immer nicht da. Dann erscheint er und sagt “ich sei nicht im System”. Er ist offensichtlich gestresst und aufgeregt. Ich bin es auch und gehe ohne, dass die Rampe für den Spalt ausgelegt ist, in den Zug. Die Aufregung ist groß. Schließlich bin ich im Zug und wir können los
  • Ich führe ein gutes Gespräch mit einem Zugbegleiter namens Herrn M. Er hat viel Verständnis für meine Situation. Auch, weil er selbst einen Menschen mit Rollstuhl in der Familie hat. Er fragt mich, ob alles angemeldet gewesen sei. Ich zeige ihm die Bestätigungsmail auf meinem Handy
wir erinnern an Ihre Reise mit angemeldeten Hilfeleistungen am 15.10.2021 09:06:00 von Frankreich * nach Kiel Hbf.


Bitte informieren Sie uns, wenn Sie Ihre Reise verschieben oder nicht antreten können.

Kommt es im Reiseverlauf zu Abweichungen, die Ihre angemeldeten Hilfeleistungen beeinträchtigen, werden wir Sie kontaktieren, wenn Sie eine Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse angegeben haben.
Bestätigung der angemeldeten Hilfeleistungen durch die MSZ (sowohl in Frankreich, als auch in Deutschland)
  • Wegen der Verspätung aufgrund des Zugdefekts ist bereits in Mannheim Endstation, und nicht erst in Frankfurt Hauptbahnhof. Wir haben gute10 Minuten zum Umstieg und zum Wechsel des Gleises in den ICE 576 nach Hamburg, nachdem wir um 14:08 Uhr ankommen. Alle Passagiere steigen aus. Dann sind wir dran. Die MSZ lässt sich Zeit, denn sie hat nicht vor uns in den ICE zu helfen, den alle anderen Reisenden in Richtung Norden nehmen
  • Der  TGV Zugbegleiter kommt schließlich und fährt die Plattform hoch. Die Rampe lasse ich nicht auslegen, die den Spalt und die Stufe überbrückt, um zügig aus dem Zug zu kommen. Der Zugbegleiter schiebt mich hoch
Stufe vor dem Ausgang in Deutschland. Circa 30 cm hoch
TGV kommt in Deutschland (76er Bahnsteigkante) an und findet vor: eine hohe, ausgrenzende Stufe

 

  • Dann ein kurzer, unerfreulicher Austausch mit der Dame von der MSZ, die uns für einen fast zwei Stunden (!!!) später fahrenden Zug eingeplant hat. Ich vereine und sage, wir wollen jetzt fahren. Helfen möchte sie uns beim Einstieg in den ICE explizit nicht. Meine Sohn und ich machen uns selbständig auf den Weg zum Aufzug nach unten. Und dann zum nächsten Aufzug nach oben, um auf das andere Gleis zu kommen
  • Aufzug runter. Aufzug rauf. Und der Zug ist noch da, viele Reisenden sind noch beim Einstieg. Wir arbeiten uns viele Wagen nach vorne vor und erreichen den barrierefreien Wagen 9. Es steigen noch immer Leute ein. Mein Sohn steigt ein, ich reiche die Taschen hinterher und frage einen Zugmitarbeiter um Hilfe beim Einstieg. Ich drehe mich um, fahre mit Rollstuhl rückwärts an die Stufen heran und der hilfsbereite Zugmitarbeiter hilft mir über die beiden Stufen in den Zug hinein
  • Noch bevor ich meinen Platz einnehmen kann, kommt eine Bahnmitarbeiterin und bestätigt, dass sie mich für Hamburg Hauptbahnhof vorgemeldet hat für den Ausstieg. Das ging schnell!
  • Es ist Freitag am frühen Nachmittag, Ferienende und Hauptreisezeit. Entsprechend zugestellt ist der barrierefreie Bereich im Abteil mit unzähligen Koffern, mehreren Kinderwagen und einer Reisenden mit Rollstuhl. Wir werden vom Zugpersonal mehrfach aufgefordert den “Fluchtweg” freizumachen. Leute entfernen teilweise ihre Koffer. Es bleibt recht voll. Dennoch ist jetzt Platz gemacht worden. Alle haben sich etwas beruhigt, die Koffer herumarrangiert und etwas mehr Platz geschaffen. Gerade ist halbwegs Ruge, dann kommt eine andere Mitarbeiterin und fragt, ob sie mein Adaptivbike wegstellen kann. Ich sage genervt: Nein. Es steht da, wo es stehen soll (auf dem dafür vorgesehen Stellplatz, während noch viele große Koffer und Kinderwagen den restlichen Rollstuhlbereich belegen…). Und es steht da gut! Der Herr M., der auch schon im TGV dabei war, erklärt ihr die Situation und bemüht sich um Verständnis. Später bitte ich bei ihr für meine wenig kompromissbereite Antwort um Entschuldigung
  • Kurz vor Frankfurt Hauptbahnhof berichtet ein Passagier, dass das Universal WC (die einzige barrierefreie Toilette im ICE) nicht richtig abläuft. Daraufhin wird das WC mit einem Defekt Schild versehen. Ich bitte eine Bahnmitarbeiterin darum zu prüfen, wie ich auf der noch vier Stunden dauernden Fahrt eine Toilette aufsuchen kann. Ich frage sie, ob sie mir notfalls die Toilette öffnen könnte, damit ich wenigstens etwas Privatsphäre habe. Sie vereint, will sich aber erkundigen beim Zugchef. Der Zugchef kommt, äußert Verständnis, sagt aber auch dass er leider nichts tun könne. Auch viele andere WC’s im Zug seien betroffen und defekt. Ich erwidere: Für mich haben die Defekte der anderen Toiletten keine Relevanz. Weiter sage ich: Noch vor wenigen Minuten sei ein Passagier auf Toilette gewesen und habe das WC genutzt. Doch der Zugchef erwidert: Die Tür zum defekten WC könne er “auf keinen Fall” öffnen für mich. Er verweist auf ein WC an Bahnhöfen und auf einen anderen Zug. In der Konsequenz müsste ich aussteigen und eine andere Verbindung wählen. In der Folge der Fahrt trinke ich keinen Schluck Wasser mehr
  • Bei Ankunft in Hamburg Hauptbahnhof ist keine MSZ vor Ort. Alle anderen Fahrgäste sind schon lange draußen. Gerade wollte ich meinen Ausstieg selbständig organisieren, als schließlich doch noch die MSZ erscheint. Niemand hätte ihr Bescheid gesagt und mein Ankommen angemeldet. Ich werde mit der Einstiegshilfe aus dem Zug geholt. Doch kaum bin ich draußen, sagt die MSZ: Der Fahrstuhl auf dieser Plattform ist außer Betrieb. Wie wollen sie hier wegkommen? Ich frage die Zugbegleiterin, ob der Zug über Dammtor fährt und ob ich wieder einsteigen könne. Doch der einzige noch kommende Halt ist Altona. Der Zug setzt mit weiterer Verspätung wegen des verzögerten Ausstiegs seine Fahrt nach HH Altona fort. Ich komme schließlich über die Rolltreppe nach oben in die Wandelhalle
Bild von Rolltreppen, davor zwei unkenntlich gemachte Personen
Schließlich mit Rollstuhl auf der Rolltreppe in die Freiheit
  • Gegen 21:00 Uhr erreichen wir nach 12 Stunden Fahrt unseren Zielbahnhof in Kiel

Kernforderung an die Bahn & Co

  • Klare Zusage der Bahn künftig besser für die Nutzbarkeit der (meist) einzigen Universaltoilette zu sorgen. Hier gäbe es diverse Möglichkeiten, die bereits ohne bauliche Maßnahmen umsetzbar wären!

Der normale Bahnsinn

Es muss nicht gleich Indien sein wie im Bild oben: Einmal Potsdam Bayreuth und zurück – da kannste schon was erleben als Rollstuhlnutzender…

Was ging nicht?

  • Kein Klo: (Einziges) WC im ICE defekt
  • Kein Servicepersonal vor Ort in Coburg; Ausstieg händisch
  • Kein barrierefreier Sitzplatz (Fluchtweg blockiert)
  • Verspätung wegen Signalstörung mit Folge: bei Ankunft in Potsdam kein Servicepersonal mehr vor Ort
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Verschlimmbesserung in S-H

4,4 Millionen für eine Prise weniger Barriere im Zug

Meinungsbeitrag – KM

S-H und Hamburg nehmen so richtig Geld in die Hand. Nicht etwa, um im Nachhinein Barrierefreiheit zu schaffen auf der Schiene wegen des vermaledeiten Kaufs von 18 Verrampten Zügen von Stadler, sondern für ein paar Grad weniger steile Rampen. Und das an einem Ort, an dem in Wirklichkeit überhaupt keine Rampen hingehören – sondern ein niveaugleicher Zugang!

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Kostenpflichtige Hotline

Die Deutsche Bahn lässt zahlen – auch für das telefonische Erfragen von Hilfeleistungen für Barrieren, die sie selbst aufstellt.

Was sagt die Bahn selbst?

„Das Rufnummernkonzept der Deutschen Bahn AG sieht keine kostenfreien Rufnummern vor.“

Wir finden: Das geht gar nicht! Die Bahn setzt immer noch Züge mit Stufen ein und schafft sogar neues Wagenmaterial mit Stufen an. Um Stufen zu überwinden, benötigen einige Reisende Hilfeleistungen, zum Beispiel durch eine Hebebühne. Um eine Hebebühne zu bekommen, ist eine komplizierte Voranmeldung über das Telefon notwendig. Und dafür verlangt die Bahn auch noch Gebühren. Ändert das bitte sofort!

Foto von  Jake Hills on Unsplash

„Bahnbrechendes“ Gutachten

Ein juristisches Gutachten zur Barrierefreiheit bei der Bahn wurde im Juli 2020 veröffentlicht.

Ergebnis: „Eisenbahnen sind in Deutschland nicht barrierefrei“

Bis dahin müssen Eisenbahnen, insbesondere @DB_Bahn , in erheblich größerem Umfang als heute, angemessene Vorkehrungen anbieten, die Menschen mit Behinderungen Nutzung der Eisenbahn im Nah- und Fernverkehr ermöglicht.

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Neue Petition – für barrierefreie Stadler Züge in S-H

Das Land zwischen den Meeren will (ausgerechnet*) 2022 Züge auf die Schiene bringen, die nicht barrierefrei sind. Kaum zu glauben, dennoch wahr. Am Ende wills niemand gewesen sein, der den Fehler bemerkt hat:

Rolli-, Scooter-, Rollatorennutzende, Kinderwagenschiebende (und alle anderen auch) müssen mittels übersteiler Rampen in den Zug kommen – wenn sie nicht wegen der Enge draußen stehen bleiben müssen! Dem hilfsbereiten Bahnpersonal wird zugemutet, schwere Rollis zu heben und umzusetzen, damit sie um die “enge Kurve” kommen. Sie setzen so ihre eigene Gesundheit aufs Spiel. Das kann es nicht sein, oder?

Doch es fühlt sich niemand in der Lage den Fehler zu korrigieren!

Deswegen haben Gerda Behrends und Kay Macquarrie die Petition STOPPT DIE RISIKO BARRIEREZÜGE IN S-H zum Laufen gebracht. 

Hier zur Petition (change.org)  – Seht und teilt gerne!

* 2022 ist das Jahr, ab dem der ÖPNV in Deutschland barrierefrei ist

Zugchef lässt Bahn räumen, weil Rollstuhlfahrer nicht aufstehen will

Berlin – Hunderte Menschen müssen nach einer einstündigen Warteodyssee aus dem EC aussteigen und in einen anderen Zug umsteigen. In diesem sind bereits viele Passagiere. In einigen Wagen des ICE’s türmen sich die Koffer, Menschen stehen dicht an dicht. Und das mitten in Zeiten vom Corona-Virus. Egal. Der Willkür eines Zugchefs sind heute keine Grenzen gesetzt.

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Der Bahn Beine machen

Für Inklusion bei der Bahn – am Beispiel der DB AG

Die Deutsche Bahn tut (vieeeel!) zu wenig, um Barrierefreiheit nachhaltig in Deutschland zu etablieren. Wir kämpfen für echte Barrierefreiheit für alle Reisenden bei der Bahn und für deutlich mehr Dampf im Kessel für Inklusion. Schritt für Schritt. Mit Nachdruck.

#Verkehrswende #StarkeSchiene #Diversität

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Travelling with Deutsche Bahn – oder lieber doch nicht

Gastbeitrag

Ich bin Studentin und seit 2004 auf einen Rollstuhl  angewiesen. Aus verschiedenen Gründen kann ich bisher nicht Auto fahren.  Darum nutze ich seit 15 Jahren regelmäßig die Deutsche Bahn und würde gern meine Erfahrungen dazu weitergeben.

Denn ich denke oft: „Müssten alle Menschen so reisen, wie ich es muss, wären die Empörung und der Aufschrei sicher riesig.“ 

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Zug fahren, zu jeder Zeit!

Menschen mit Mobilitätseinschränkung, die – oft nur wegen mangelhafter Infrastruktur (Stufen in den Zug, übersteile Rampe) – auf Hilfe der Bahn angewiesen sind, können nur an bestimmten Bahnhöfen und nur zu bestimmten Öffnungszeiten reisen. Vorausgesetzt, die Bahn stellt Servicepersonal bereit. 

Wir finden: Das ist ein schwerer und diskriminierender Eingriff in die Selbstbestimmtheit von Reisende mit Mobilitätseinschränkung.

Wir fordern die Deutsche Bahn auf, Reisen für alle zu ermöglichen: Fährt ein Zug, ist dieser für alle Reisenden nutzbar!

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Negativbeispiel: Kein Raus mit Rollstuhl aus der Bahn in Dernau (Rheinland-Pfalz)

Der Wunsch

Am Wochenende einen Ausflug machen. Ins Grüne fahren. Wandern. Rückreise mit der Bahn.

Das möchte der Webentwickler und Inklusionsaktivist Christian Bayerlein (@freiherz), der mit Rollstuhl unterwegs ist.

Da spontanes, barrierefreies Reisen mit der Bahn auch im zweiten Jahrtausend nicht so eben möglich ist, bereitet er sich auf den Ausflug vor.

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Kein Ausstieg in Berlin HBF! Stufen und kein Personal – Video auf RBB

„Wenn Rollstuhlfahrer gezwungen sind, in Spandau auszusteigen. Mobilitätsservice der Bahn überlastet.“ Quelle RBB (Video nicht mehr verfügbar)

Kiel – London // DB diskriminiert grenzüberschreitend

 

Folgender Bericht erschien von „Kieler Barriereblick“ auf Facebook: 

 

DB AG und Rollifahrerin
Ärger pur mit Londontour!

Meine Kinder und ich, ich rollstuhlpflichtig, haben uns überlegt, in der zweiten Juliwoche die Hauptstadt des Vereinten Königreichs für einige Tage besuchen zu wollen. Vor dem Hintergrund einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu wollen, haben wir uns entschlossen, Bahn zu fahren. Gesagt, getan?

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KVV Chef setzt sich in den Rollstuhl

Den Perspektivwechsel üben. Mal erleben, wie es so ist, das eigene Verkehrssystem mit dem Rollstuhl zu nutzen. Das machte der KVV Chef Alexander Pischon – um ein „Gefühl dafür zu bekommen, welche Herausforderungen es für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste gibt“. Quelle KVV

Wir finden: Das Beispiel sollte Schule machen. Daumen hoch!

Für Inklusion im Bahnverkehr – Interview SOVD-SH

„Kay Macquarrie fährt regelmäßig mit der Bahn zwischen Kiel und Berlin. Wie alle Berufspendler ist er Verspätungen und Zugausfälle gewöhnt. Da er Rollstuhlfahrer ist, hat es Kay Macquarrie darüber hinaus allerdings mit Schwierigkeiten zu tun, die ihm das Reisen unnötig erschweren. Mit einer Online-Petition möchte er das Thema Inklusion im Bahnverkehr nun endlich nach vorn bringen. Was er sich am meisten wünscht und warum er Bahnchef  Lutz zu einer gemeinsamen Bahnfahrt im Rollstuhl einlädt – darüber haben wir mit dem Kieler gesprochen.“

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