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Zugchef lässt Bahn räumen, weil Rollstuhlfahrer nicht aufstehen will

Berlin – Hunderte Menschen müssen nach einer einstündigen Warteodyssee aus dem EC aussteigen und in einen anderen Zug umsteigen. In diesem sind bereits viele Passagiere. In einigen Wagen des ICE’s türmen sich die Koffer, Menschen stehen dicht an dicht. Und das mitten in Zeiten vom Corona-Virus. Egal. Der Willkür eines Zugchefs sind heute keine Grenzen gesetzt.

Was ist passiert?

Der Zug aus Prag mit Zielort Kiel hat ein barrierefreies WC an Bord. Allerdings ist dieses defekt. Somit kann Rollstuhlnutzer Kay Macquarrie auf der gut dreistündigen Fahrt keine Toilette aufsuchen. Dennoch entscheidet Macquarrie sich dafür, die Reise anzutreten. Sein gutes Recht.

Info: Reisende mit Mobilitätseinschränkung müssen im Zugverkehr ihre Fahrt 24 Stunden vor Antritt anmelden und prüfen lassen, ob ein Hilfeservice bereitgestellt werden kann. Hilfe deswegen, weil die Züge der Bahn nicht stufenlos und niveaugleich bestiegen werden können, wie es zum Beispiel im modernen U- und S-Bahn Verkehr Standard ist.

Macquarries Reise wurde von der Mobilitätszentrale der Bahn angemeldet. Kommt trotz Bestätigung etwas dazwischen (WC defekt, Personal nicht vor Ort, Hublift defekt, Tür zum Wagen kaputt…) bekommt der Reisende eine Benachrichtigung, damit die Gelegenheit da ist umzudisponieren. Das wurde in diesem Fall versäumt.

Doch Macquarrie hat die Rechnung ohne den Zugchef gemacht. Der Zugchef vertritt die Meinung, dass die Beförderung eines Rollstuhlnutzenden nur mit funktionierendem WC stattfinden könne. So angeblich die Vorschrift. Das Hausrecht legitimiert seiner Ansicht demnach einen Verweis des Zuges.

Als der Passagier den Zug nach Aufforderung nicht verlässt, alarmiert der Zugchef die Polizei.

Durchsage: Die Abfahrt verzögert sich wegen eines Polizeieinsatzes

Die Polizei trifft zunächst mit zwei Personen ein. Der Zugverweis wird ausgesprochen. Der Passagier weigert sich den Zug zu verlassen, nachdem er verspricht auf der Fahrt kein Klo aufzusuchen. Mitreisende bieten zusätzlich eine verschließbare Flasche an – für den Fall der Fälle.

Der Passagier beteuert, dass von ihm keine Gefahr für die Ordnung und die Sicherheit ausginge, und dass es somit keine Grundlage gibt, die einen Verweis des Zuges rechtfertigen.

Doch der hartnäckige Zugchef ist von der Gefahrlosigkeit der Situation nicht zu überzeugen und besteht auf dem Rauswurf. Mehrfach redet die Polizei und mehrere mitreisende Passagiere mit dem Zugchef. Vergeblich. Ein dritter Polizist erscheint. Die Situation wird zusehends angespannter. Eine dreiviertel Stunde ist bereits vergangen. Immer wieder Gespräche, keine Bewegung.

Am Fenster vor dem Wagen laufen sichtlich erregte Passagiere auf und ab. Einige zeigen den Mittelfinger in Richtung Rollstuhlfahrer. Das Verhalten der Bahn und der Polizei haben den Eindruck geschürt, dass ein falsches Verhalten des Rollstuhlfahrers die Verspätung verursacht. Immer wieder wird von Polizei und Bahn einseitig betont, dass der Zug die Reise fortsetzen könnte, sobald Macquarrie den Zug verlassen habe. Die falsche Informationsbasis des Zugchefs – die zwischenzeitlich auch von einer Mitreisenden widerlegt wird, in dem sie die Beförderungsrichtlinien auf bahn.de vorliest – wird nicht in Frage gestellt.

Info: Tatsächlich können Reisende frei und selbständig entscheiden, ob sie eine Reise antreten im Falle eines nicht vorhanden oder nicht funktionsfähigen WC’s.

Zug mit Hunderten Passagieren wird geräumt

Schließlich – mit Hilfe der Zeit – setzt der Zugchef sein Vorhaben durch. Nach über einer Stunde beendet der Zug seine nicht angetretene Fahrt. Alle Passagiere müssen raus und steigen nach kurzer Wartezeit in einen auf dem gleichen Gleis abfahrenden und in vielen Waggons übervollen ICE ein. Corona freut sich.

P.S. Den Einstieg in den ICE, der auf der gleichen Plattform abfährt, muss Macquarrie selbst organisieren. Keine der auf dem Gleis stehenden Bahnleute sieht sich bereit den Einsteigeservice zu informieren. Auch die Polizei nicht. Der Bahnkollege, der Macquarrie noch mittels Hebebühne aus dem EC geholfen hatte, stellte den Hublift entnervt ab und verlässt den Ort des Geschehens.

Aktualisierung 15.3.2020

Wann und wo ist der Vorfall geschehen? Am 13.3.2020 am Hauptbahnhof Berlin

Zum Titel: Das „Aufstehen“ ist im übertragenem Sinn zu verstehen und meint, dass der Rollinutzende der Aufforderung vom Zugpersonal und von der Bundespolizei nicht nachgekommen ist. Er ist nicht aufgestanden, um den Zug zu verlassen, sondern sitzen geblieben, um sein Recht auf Beförderung wahrzunehmen.

Darf die Bahn einem Passagier die Mitfahrt verweigern, wenn ein (barrierefreies) WC nicht aufgesucht werden kann? Hier ein offizieller Brief der DB, der im November 2019 in einem ähnlich gelagerten Fall verfasst wurde. Wir veröffentlichen diesen Brief nur, weil die Bahn – trotz Aufforderung – auf der Website keine Information bereithält.

Der zentrale Satz aus dem Schreiben lautet:

Ich möchte noch einmal betonen, dass meine Antwort vom August nach wie vor gilt und dass Ihre Darstellung zutrifft, dass sie selbst entscheiden können, ob Sie Ihre geplante Reise auch ohne verfügbare Universaltoilette durchführen wollen oder nicht.

DB Vertrieb, Mobilitätseingeschränkte Reisende
Brief der Bahn zur Frage, ob Passagiere selbst entscheiden kannr ob Reise im Falle eines defekten / nicht zugänglichen WCs angetreten werden kann.

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Was kann ich tun? Kay Macquarrie hat auf der Bürger:innenplattform change.org eine Petition gestartet. Der Name: „Bahnfahren einfach machen“. Macquarrie lädt Bahnchef Lutz zu einer gemeinsamen Zugreise ein: Macquarrie mit Rollstuhl, Lutz mir Rollstuhl. Es muss sich etwas tun für Barrierefreiheit. Hier die Petition zeichnen!

Bahn-Admin

64 Replies to “Zugchef lässt Bahn räumen, weil Rollstuhlfahrer nicht aufstehen will”

      1. Sorry wer so unfreundlich und verachtenswert zu gleich reagiert, sollte nicht als zugchef bei der Bahn arbeiten.

        Das alles hätte er sich sparen können. Ich bin dafür das man dem zugchef vielleicht die Verspätung als Regress anrechnen sollte und ihm jede Minute vom Geld abziehen sollte

      2. Ich verstehe nicht, dass der Brief vom 27.11.2019 sein soll. Im Brief steht das Datum mit 2020. Wenn es ein Schreibfehler ist, dann verstehe ich nicht, warum im Betreff ein Brief aus dem Januar 2020 genannt ist. Das wäre ja dann im Jahr 2019 in der Zukunft. Irgendwie stimmt da was nicht. Kann mir die ganze Story nicht glaubhaft vorstellen.

      3. Den Weisungen eines Zugbegleiters oder Zugchef hat gefälligst Folge geleistet zu werden. Diese bilden die Grundlage für einen sicheren Eisenbahnbetieb. Da bilden auch Rollstuhlfahrer, die den Standpunkt vertreten „ich habe ein Handycap, darum müssen alle Leute nur auf mich Rücksicht nehmen“ keine Ausnahme. Letztendlich hat das Fehlverhalten des Rollstuhlfahrers Hunderten Fahrgästen die Weiterfahrt erschwert. Ich hoffe, der Rollstuhlfahrer bekommt eine Anzeige wegen Eingriffs in den Bahnverkehr.

      4. Die rechtliche Lage ist also klar. Und mit der angebotenen Flasche gab es noch zusätzlich praktische Hilfe für einen allenfalls auftretenden nicht zu erwartenden Notfall. Ich erwarte eine Abmahnung des betreffenden Bahnmitarbeiters, wenn die Bahn glaubwürdig sein möchte.

    1. völlig korrektes Verhalten des Zugchefs … ich bin mir selbst schwer gehbehindert und auf einen Rollstuhl ♿ angewiesen … mal wieder dieses Bashing gegen die Bahn, die sich korrekt verhält … mit dem anderen Zug muß ja niemand mitfahren, wenn er zu voll ist …

      1. Es ist schon erstaunlich dass Sie als Rollifshrer das Verhalten fes Zugchef als richtig empfinden.
        Es ist ein eklatanter Verstoß gegen Beförderungsrichtlinien der DB und damit ein unentschultbares Dienstvergehen des Zuchef der disziplinarisch zu verfolgen ist. Die Behindertenrechtskonvention ist leider noch nicht allen bekannt und wird von Verantwortlichen viel zu häufig ignoriert

      2. Ohne Dich an zugreifen, ich kann die Aussage nicht verstehen. Ich bin selbst im Rolli unterwegs und fahre viel mit der Bahn,ich habe fast auf jeder Tour das die Toiletten nicht funktionieren und musste noch nie den Zug deshalb verlassen. Es ist auch mit Behinderung das wir eigenständige Entscheidungen treffen können und nicht diskriminiert werden müssen unsere Entscheidungen nicht selbst entscheiden zu können. Es haben nicht alle Rollifahrer ein Blasenproblem so dass sie kein Wasser halten können. Es ist so schon mitunter schwierig mobil zu sein und befördert zu werden da muss man nicht noch mehr behindert werden. Denn dann müsste erneut der Mobiservice geordert werden und auch die Zugverbindungen herausgesucht werden,meist hat man eventuelle Termine die dann nicht stattfinden könnten.
        Das Bahnpersonal muss besser geschult werden.Ich habe zB. den Service was die Verpflegung aus dem Bordrestaurant angeht schon mehrfach vergeblich angefordert,so dass Reisende mich dann mit trinken versorgt haben . Dort hat man denen dann erklärt das man den Knopf zum Klingeln nicht hören oder leuchten sehen würde- das ist natürlich eine Ausrede.Das ist aber ein anderes Thema

    2. Pfui Deibel, solche Personen haben nichts in einem Beruf mit Menschen zu suchen. Das gilt für alle die, die sich an erster Stelle stellen und unversehrt und mobil sind. In abgespeckter Version, mit anderen Hintergrund, würde auch ich schon konfrontiert.

    1. Hier ist schnell negativ über den Zug Begleiter hergezogen. Nun meine Frage an Euch, wenn er doch mitfahren will obwohl bekannt ist dass die Toilette defekt ist, übrigens sind das meist unsere ach so sauberen weiblichen Mitbürger, die ihre Binden in die Toilette stopfen und diese somit verstopft ist, was soll geschehen wenn er die Toilette aufsuchen muss??? In der Regel fährt alle Stunde ein Zug in eine Richtung. Er hat somit richtig gehandelt denn er konnte die für den Fahrgast notwendigen Gegebenheiten nicht zur Verfügung stellen.

      1. Anmerkung der Redaktion: Die Darstellung von „Uwe“ ist sachlich falsch. Richtig ist, dass Reisende selbst entscheiden können, ob sie eine Reise antreten wollen, selbst wenn eine Toilette nicht genutzt werden kann.

      2. Einfach Artikel lesen, auch die Passagen zu den Bahn-Vorschriften, dann wird schnell klar, dass der Zugchef noch nicht einmal diese eigenen Vorschriften befolgt hat, sondern willkürlich und falsch (inhuman sowieso) gehandelt hat 😉

      3. Alter, die Toiletten sind ständig im arsch. Das ist so lächerlich man.
        Man kann die Toiletten auch einfach warten lassen, wenn das Problem bekannt ist.
        Traurig wie engstirnig hier welche sind.

      4. Da ich selbst auf einen Rolli angewiesen bin und zusätzlich auch noch eine Frau möchte ich das Thema Binden und Obs aufgreifen.Ich wurde so erzogen diese Artikel nicht in die Toilette zuschmeißen ,denn gerade weil es die Toiletten verstopft. Ich habe bislang oft gesehen das Unmengen an Toilettenpapier reingestopft werden oder andere Dinge – da meine ich jetzt aber nicht die Hygieneartikel der Frau. Eine nicht funktionierende Toilette wird auch ausgewiesen wenn diese von den männlichen Wesen im stehen voll gepinkelt werden so das man dann darin schon baden kann.Und jetzt kann ich mir den nächsten Kommentar schon denken das Mann nicht so eine große Blase hat,ich meine einfach das alles schwimmt durch den Urin.Das ist auch nicht witzig als Rollifahrer wenn die Toilettenbrillen nass sind und man sich umsetzen muss.

    2. Habe fast alles hier gelesen(sorry, vorlesen lassen) und bin völlig entsetzt über Einige von Euch die da schreiben das z.B. „der Zugchef völlig richtig gehandelt hätte“. Sowas Dummes und Herabwürdigendes kann nur Jemand schreiben der mit Gesundheit gesegnet ist und absolut keine Vorstellung davon hat welche Hindernisse im täglichen Leben ein Behinderter leisten muss.
      Normale Altagsdinge,die für jeden Gesunden selbstverständlich sind,werden für Behinderte oft zur Katastrophe.
      Ich wünsche Keinem etwas Schlechtes aber Jedem von Euch, der im Fall von Kay M. der Meinung ist das der Zugchef richtig gehandelt hat dem wünsche ich das er mal in Kay’s Lage kommt und genauso behandelt wird!!!
      Oder lässt sich irgendjemand von den besagten Personen aus dem Zug werfen weil die Toiletten defekt sind???Ich fahre täglich Bahn und defekte Toiletten sind an der Tagesordnung aber kein Fahrgast wird deswegen rausbefördert warum also ein Rollstuhlfahrer???
      Wie schon die Bahn selbst schreibt entscheidet jeder Fahrgast SELBER ob er eine Toilette braucht oder nicht und somit mit einer defekten Toilette fahren kann oder lieber auf den nächsten Zug wartet, warum bitte nimmt dieser Zugchef einem Rollstuhlfahrer diese Entscheidungsfreiheit???Nur weil ein Mensch behindert ist ist er ja nicht auch automatisch entmündigt!!! Wer von Euch lässt sich bitte vorschreiben WANN, WIE,WO und OB ihr auf Toilette gehen dürft???
      Ich selber bin 100% Schwerbehindert,blind,nicht im Rollstuhl sitzend,aber Diskriminierung erlebe ich ständig vor allem wenn ich von Bayern nach Schleswig Holstein mit der DB fahren muss,es fängt schon damit an das die meisten Zugbegleiter nicht bereit sind mir dabei zu helfen meinen Sitzplatz zu finden,nur wie soll ein Blinder die Sitzplatznummer lesen???
      Auf meiner Stammsteecke,täglich zur Arbeit,erfahre ich so eine rücksichtslose,unverschämte Behandlung gottseidank nicht!!! Hierbei handelt es sich aber auch nur um einen RB (Werdenfelsbahn) nicht um einen IC/EC oder ICE.

  1. Mitarbeiter müssten mehr über die rechtlichen Grundlagen von Bahnreisenden informiert werden, dann wäre so ein Dilemma nicht passiert. Man kann sich das auch, wie in vielen anderen Institutionen schriftlich, von denjenigen bestätigen lassen, dass er darüber informiert wurde, er es trotzdem wünscht. Wo liegt jetzt also das Problem?

  2. In Berlin ist da aber deutsches Personal an Bord außer im Speisewagen. Und das dortige Personal weiß wie man mit Kunden umgehen muss. Der Porta Bohemica ist mein Lieblingszug nach Kiel.
    Hat Die Bahn wohl Fachkräftemangel und Uniformgläubigkeit.

    1. Es ist ein durchaus strittiges Thema! Möglicherweise hatte der Zugführer einen ähnlichen Fall in der Vergangenheit und wurde zur Verantwortung gezogen, nachdem ein Rollstuhlfahrer sich entschied trotz defekter Toilette mitzufahren und dann doch eben diese Toillette benötigte! In jedem Fall hat der der Zugführer hier die „Arschkarte“ egal wie er handelt. Jeder meint er hätte alle Rechte nur das Personal hat nichts zu sagen! Es geht nicht um einen Zugführer sondern um Ei gesellschaftliches Problem, jeder hat ein Recht auf Beförderung, egal wie ?

    1. Zugausfälle und Verspätungen haben wir schon genug. Durch solch eine Willkür sind überfüllte Bahnhöfe und Züge zusätzlich vorprogrammirt. Der einzig Behindernde war nur einer.
      Im Übrigen, nicht behindert zu sein ist kein Geschenk Gottes, sondern eine Gabe die jedem genommen werde kann. Ein Satz von Richard von Weizsäcker, der zutreffender gar nicht formuliert werden kann.

      1. Da gebe ich Dir zu Hundert Prozent recht .

        40 Jahre Gesund durchs Leben gegangen und dann lernt man die Seiten des Rollifahrers kennen.
        Es kann jeden treffen und manchmal sind es ganz banale Dinge die es auslösen können.

    2. Die Deutsche Bahn war, ist und wird immer ein betrügerisches Unternehmen sein. Der Kunde ist immer vollständig zu allem Möglichen und Unmöglichen verpflichtet, die DB grundsätzlich zu NICHTS! Das Erlebnis des Rollstuhlfahrers ist nur die Spitze des Eisberges.

  3. Der zugchef soll von den hunderten Reisenden die entstehenden kosten von 25prozent wegen 1 stundiger Verspätung der bahn am Zielort bitte selbst übernehmen. Warum die 100 Reisenden alle ruhig geblieben sind is mir ein Rätsel. Ich wäre auf die Barrikaden gegangen. Übrigens darf man rollis nicht raussetzen wenn sie einmal im zug sind. Also Herr zugchef rollis gehören zu jener Gruppe von Leuten die man nicht raussetzen darf!!! U der Herr hat wohl noch nie etwas von Verhältnismäßigkeit der Mittel gehört. 1 Rolli dafür Zug räumen hunderte Verspätungsgutscheine. Da hat die Bahn mal eben einige tausend Euro verloren. Oh man.

      1. Anmerkung der Redaktion: Der Titel ist in der Tat missverständlich gewählt. Das „Aufstehen“ ist im übertragenem Sinn zu verstehen und meint, dass der Rollinutzende der Aufforderung vom Zugpersonal und von der Bundespolizei nicht nachgekommen ist. Er ist nicht aufgestanden, um den Zug zu verlassen, sondern sitzen geblieben, um sein Recht auf Beförderung wahrzunehmen.

      2. Schade das der Rollstuhlfahrer unehrlich ist, denn seine Aussage war: dann pi.. ich eben den ganzen IC voll, wenn keine Toilette vorhanden ist!

      3. Anmerkung der Redaktion: Korrekt ist, dass diese Drohung ausgesprochen wurde (wenn auch in anderer Form), nachdem der Zugchef sich weigerte, dass defekte WC für den Bedarfsfall zu öffnen. Im weiteren Verlauf wurde die Aussage zurückgenommen und der Rollinutzende versprach, auf der Reise kein WC aufsuchen zu müssen und bei akutem Harndrang eine verschließbare Flasche zu nutzen.

    1. Der Zugchef sollte allen Reisenden das Taxi zahlen! Und die Bahn den dreifachen Betrag als Strafe. Bei jedem weiteren Vorfall verdoppelt sich die Strafe.
      Da bekommt das Wort Fachkräftemangel eine ganz neue Bedeutung…

    1. So traurig, aber verstehen kann ich erstmal beide.
      Den Zugchef, der seine Vorschriften einhalten und seinen Job nicht riskieren will, den Rollstuhlfahrer, der auf seine freie Entscheidung besteht, ob er nun(ohne WC) mitfahren will oder nicht.
      Allerdings finde ich von beiden diese Prinzipienreiterei unmöglich, gleich x Leute da mit rein zu ziehen!
      Im Falle des Zugchef hätte ich mir von allen anderen DB Mitarbeitern im Zug das bezeugen lassen, dass der Fahrgast auf Mitnahme besteht und somit wär er doch rechtlich abgesicherte gewesen mit diesem „mündliche Zusatzvertrag“, denke ich.
      Aber wenn 2 Sturköpfe sich streiten…
      Mir tun die Mitreißenden am meisten leid!

      1. Der Zugchef hat sich jedoch nunmal eben NICHT an die geltenden Vorschriften gehalten (sondern im Gegenteil diesen massiv zuwider gehandelt), wie auch die Bahn selbst geschrieben hat, die nämlich besagen, dass er den Rollifahrer gar nicht rauswerfen darf, sobald er ihn an Bord hat kommen lassen (und die Fahrt war 24 Stunden vorher angemeldet, er wusste also dass ein Rollifahrer an diesem Bahnhof zusteigen würde) und dass der Rollifahrer selbst entscheiden kann, ob er die Fahrt auch ohne Toilette antritt.
        An der Stelle des Rollifahrers wäre auch ich stur geblieben, denn Hilfe beim Einstieg in einen anderen Zug gibt es nur, wenn die Fahrt einen vollen Tag vorher angemeldet wurde.

        Des Weiteren tun mir insbesondere die Mitreisenden nicht leid die beleidigend, und damit straffällig, wurden.

        Darüberhinaus: Wer mit der DB fährt muss damit rechnen nicht pünktlich anzukommen, da inklusive der ausfallenden Halte die Bahn im Fernverkehr nichtmal zu 50% pünktlich ist, besser sieht es aus, wenn man, wie die Bahn es in ihren offiziellen Zahlen macht, ausgefallene Halte komplett rausrechnet, aber selbst dann schafft es die Bahn nur auf 75% pünktliche Züge (also nichtmal mit geschönten Zahlen schaffen die es sich als nur in Ausnahmefällen unpünktlich darzustellen).

  4. Der Zugchef sollte sich dringend einen anderen Job suchen. Einen wo er nicht mit Mitmenschen zusammen arbeiten muss. So etwas geht gar nicht !!! Er sollte mal in so eine Lage versetzt werden , aber bitte langfristig . Respekt fürs durchhalten an Kay

  5. Bin auch Rollstuhlfahrer und meide die Bahn wo es geht. Irgendeine Kleinigkeit ist immer anders als geplant, und man kann auch nicht immer einen Tag vorher schon genau wissen wann man zB die Rückfahrt antreten will. Zwei Rückfahrten alternativ vorbuchen geht schon wieder nicht. Fliegen ist einfacher…

  6. Ohne geeignetes WC dürften keine Fahrgäste transportiert werden? Liebe Grüße an die Eurobahn, die täglich Züge losschickt, in denen das einzige WC defekt ist. Da scheinen über 100 Fahrgäste ohne WC plötzlich kein Problem zu sein.

  7. Und genau deshalb fahre ich so ungern mit der Bahn, weil ich in meinem Auto sicher nie auf solche hochnäsigen Möchtegern – Beamten treffen werde! Die Deutsche Bahn braucht im Jahr 2021 keine Zugchefs mehr, sondern Serviceteams, die mit gesundem Menschenverstand handeln. Und mehr fähiges Wartungspersonal statt Paragrafenreitern. Vorher wird es nichts mit der Verkehrswende…

  8. Diesen Zugchef sofort aus dem Dienst entfernen ! Hier wurde eindeutig die dienstliche und rechtliche Kompetenz überschritten. Vor dem Gesetz sind alle gleich . Warum bekommen es einige DB Mitarbeiter nicht in den Kopf , dass sie als Mitarbeiter ihre Bahn in jedweder Hinsicht zu repräsentieren haben? Die Bahnverantwortlichen, die ja sowie so keine Berufseisenbahner sind, haben zu diesem Verhalten ihrer Mitarbeiter mit dazu beigetragen. Behinderte Menschen werden immer stärker in allen Bereichen ausgegrenzt, weil jeder nur an sich denkt ! Ich könnte stundenlang so weiter machen. Unglaublich, wie Mitmenschen einander umgehen !!!

  9. Ich kann die verstehen die hier sich über den Zugführer ärgern. Aber wer von den Kommentatoren würde wegen so einem Fall sein Job riskieren?
    Das Problem sind die Unternehmensinternen Vorschriften, davon abgewichen ? Zack erste Abmahnung.
    Wieder erwischt ? Und Schüss.

    Wer würde sein Job wegen sowas riskieren, wenn man eine Familie zu versorgen hat ? Da wird sich lieber an die Regeln gehalten. Das Problem liegt am Arbeitgeber und der BG, nicht am Arbeitnehmer!

    Nicht jeder Mitarbeiter im Bahnbetrieb darf z.b. Rollstuhl Fahrern helfen, weil wenn dann was passiert Zahl die Unfallkasse nicht zahlt.
    Wenn man Mal einen hat macht man das, aber da die rolliefahrer auch immer mehr werden, was ja durchaus zu begrüßen ist, kommt irgendwann mal der Fall das man z
    B. Stürzt und etwas beschädigt und dann hat man den Salat, vom Arbeitgeber ist keine Unterstützung zu erwarten.
    Ich habe immer Fahrgäste mir ran geholt, die dann geholfen haben.

    1. Hmmm, er hat gegen Vorschriften verstoßen. Denn jeder Fahrgast darf selbst entscheiden ob er in einem solchen Fall mitfahren möchte oder nicht.

      Das sind die Richtlinien der DB

  10. Ich kann stundenlang ohne Toilette mit dem Zug fahren, ich brauche sie nicht. Und die versi… öffentlichen Örtchen meide ich sowieso. So wird das auch dem Betroffenen Rollstuhlfahrerin gehen.
    Darüber hinaus sind Bahnhöfe und Züge für Menschen mit Handicap eine Zumutung. Da hilft auch nicht, dass sie die 2. Klasse im Nah-und Regionalverkehr kostenlos nutzen dürfen.

    1. Leider hat der Zugchef, trotz aller sicher notwendigen Dienstanweisungen, doch nur Eines „vergessen“. Bei der Arbeit auch Mensch zu bleiben und so entsprechend in eigener Verantwortung zu entscheiden.
      Für diese Unfähigkeit und insbesondere der Rufschädigung seines Arbeitgebers müsste er in angemessener Form gerade stehen, z.B. Ausfallentschädigung und Herabstufung. Die Befähigung von Personen für bestimmte sensible Aufgaben wird leider durch wahrscheinlich ebenso unfähige Personalbüros in vielen Branchen völlig ungenügend geprüft. Viele Menschen sind sich ihrer persönlichen Verantwortung in ihrer Berufstätigkeit wie auch für die Gesellschaft heutzutage nicht mehr bewusst. Es ist einfach nur traurig.

  11. einfach nur…
    🤮!!! OHNE WORTE !!!🤮
    mir wollte oktober 2019
    der schaffner nicht
    》mit kinderwagen《
    in den iCE helfen…
    woraufhin ich den zug am abfahren hinderte,
    indem ich
    die stufen blockierte…
    dann musste er mir helfen.😁!
    auf meine DB-beschwerde bekam ich ne
    DB-entschuldigung+
    20€ – GUTSCHEiN -entschädigung.
    für den schaffner
    ändert sich aber nix…
    😤 ARMES DEUTSCHLAND !!!😤

  12. Ich war jahrelanger Zugfahrer. Im Laufe der Zeit tauchten immer wieder Zugführer auf, die eine sehr merkwürdige Auslegung der Bestimmungen hatten und diese teilweise auch mit Polizeihilfe durchsetzen wollten. Allerdings ist die große Masse von ihnen hilfsbereit und in Ordnung. Aber in den entsprechenden Berichten tauchen leider nur die „Extremen“ auf.

  13. Bitte Bitte Bitte! Tue uns den Gefallen, und erstatte Anzeige, und stelle eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polizisten.

    Fakt ist: Du wurdest massiv in deiner Menschenwürde herabgewürdigt. Der Zugführer war ein renitenter Trottel, der von seiner gebildeten Meinung nicht mehr abweichen wollte.

    Das darf so nicht stehen bleiben!

  14. Ein Schrumpfgermane in Uniform, der sich ztotzdem (oder gerade deswegen) zu wenig beachtet fühlt, wird sich natürlich aufblasen, wenn ihm eine Möglichkeit dazu gegeben ist. Mit etwas Augenmaß und Elastizität wäre der Fall in die Minuten für alle Teile befriedigend geklärt gewesen. Sehr wichtig und richtig der Hinweis auf defekte Toiletten – manchmal steht im ganzen Zug keine funktionsfähige zur Verfügung – und trotzdem dürfen dann solche Züge vorschriftswidrig Passagiere an Bord nehmen.

  15. Ich bin selbst nicht behindert, habe aber mehrere Menschen mit leichteren oder schweren Handicaps im Freundeskreis und bin oft damit beschäftigt, denen behilflich zu sein.
    Auch kenne ich die Bahnvorschriften nicht, erlebe aber ebenfalls skurrile Anwendungen oder Auslegungen, bei denen man einfach nur den Kopf schütteln kann und nicht glauben mag, daß diese Vorschriften tatsächlich noch gelten.

    Hier wurden viele Stimmen laut, die das Verhalten des Zugführers als falsch bezeichnen, daß es sich also um eine Verfehlung des Zugführers handelt. Das glaube ich auch, also ist doch ein wohlformuliertes Beschwerdeschreiben an den Vorstand der Bahn fällig – NICHT ans Beschwerdemanagement, sondern direkt an den Vorstand. Mit einem Telefonat könnte man vorher das für diesen Bereich verantwortliche Mitglied des Vorstands herausfinden – früher war das Herr Dr. Rausch – und diese/n dann direkt ansprechen und ihm diese Angelegenheit schildern und um Stellungnahme bitten; das genügt, man muß nichts fordern, diese Damen und Herren wissen dann selbst, was zu tun ist; ggf. stellen Sie Rückfragen – wie gesagt: mit wohlformulierten Worten, dann findet man auch ein offenes Ohr.

    In einer anderen Sache habe ich vor einigen Jahren auf diese Weise bei einer menschenunwürdigen Fahrkahrtenkontrolle bewirkt, daß damals die gesamten Fahrkartenkontrollen dieser Art eingestellt wurden. Ich erhielt ein sehr höfliches Entschuldigungsschreiben, und der Spuk war beendet.

    Und um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: Der Vorstand kann von solchen Ereignissen nichts wissen, dafür sind normalerweise andere bei der Bahn zuständig. Diesen Weg darf man nur in schwerwiegenden Fällen gehen, was, glaube ich, hier gegeben ist. Wenn jetzt einige glauben, ihre anderen erlittenen Ungerechtigkeiten ebenfalls auf diesem Weg loswerden zu wollen, wird das bald nach hinten losgehen und die Bahn blockt ab, dieser Weg ist dann für immer versperrt.

    Viel Erfolg!

  16. Nicht nur der Zugführer hat sich unmöglich verhalten – stimme hier vielen Kommentaren zu, fahre auch oft Bahn besonders ICE -, aber auch die BUNDESPOLIZEI! Noch dazu am Hauptbahnhof BERLIN?
    Die 3 Polizisten hätten deeskalierend wirken müssen, ganz klar, und den ausgetickten Zugführer beruhigen und die Lage versachlichen müssen. Haben sie aber nicht, sondern die Situation einfach „laufen lassen“! UNMÖGLICH.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, Kay M., und eine interessante Fahrt mit Bahnchef Lutz – am besten mit Umsteigen und ähnlichen Schwierigkeiten, damit er ein lebensnahes Bild bekommt!!!

    Es ist unfassbar und beschämend, dass es die Bahn so lange versäumt hat, für Fahrgäste mit Einschränkungen praktikable Hilfen und Massnahmen flächendeckend im Fernverkehr einzurichten. Die 2-Tage-Regel ist eine Zumutung.
    Was den Zugführer betrifft und die Zugbegleiter, muss ich sagen, dass in den letzten 20 Jahren nach meiner Beobachtung normalerweise mehr Professionalität und mehr Service-Verhalten vorhanden ist, als früher, und man meistens vernünftige Antworten bekommt. Ich bin allerdings „nur“ älter und habe keine besonderen Einschränkungen bis jetzt.
    Ich habe allerdings auch beobachtet, dass das Personal auf den grossen Strecken (Hamburg-Berlin und Hamburg-München oder Berlin-München) besser qualifiziert zu sein scheint, als auf „mittleren Stecken“, wie Hamburg-Köln oder Hannover-Leipzig.
    Was den Umgang mit Fahrgästen mit Einschränkungen betrifft, sollten aber ALLE GLEICHERMASSEN qualifiziert sein/werden!

  17. Solche Vorkommnisse wird es leider regelmäßig geben, so lange eine Frau Engel-Kuhn die Kontaktstelle für Behindertenangelegenheiten leitet. Ich weiß nicht, ob es nur Unfähigkeit oder gar Bösartigkeit ist. Einem blinden, der sich beschwerte, da der angemeldete Mobilitätsservice nicht am Zugauffindbar war zu sagen, er wäre nicht gereist ist typisch. Auf meine Frage, ob es sein könne, dass ich vergessen wurde hieß es lediglich „Die Mitarbeiterin war am Zug und hat sie nicht angetroffen“. Die Möglichkeit, dass Personal der Bahn ein Fehler unterlaufen sein kann wird kategorisch ausgeschlossen. Vielleicht wird diese Kontaktstelle irgendwann tatsächlich von einer Person geleitet, welche die Erleichterung von Bahnreisen für Menschen mit Behinderung zumindest ein Stück weit als berufliche Motivation betrachtet.

  18. Ich habe mir alle Fragen und Antworten durchgelesen und bin erschüttert über das Verhalten des „Zugchefs“ und auch der Polizisten, die einen Behinderten, der seine Fahrt ordnungsgemäß „2 Tage“ vorher angemeldet hat, ebenfalls zum Verlassen des Zugs aufgefordert haben. Schlimm genug, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, ihren Verstand einzusetzen. Menschlichkeit und Empathie sind dabei leider auf der Strecke geblieben. Schlechtes Image der Bahn.

    1. Ja Zugpersonal und Zugführer müssen noch viel lernen. Aus eigener Erfahrung kann ich in einem anderen Thema dazu berichten, ich bin selbst auf einen Rollstuhl angewiesen. Auf einer Bahnfahrt kam es dazu das ein Fahrgast zustieg und dieser randalierte und sehr laut wurde. Ich sprach nett und freundlich den Fahrgast an und bat doch bitte meine Sachen nicht zu beschädigen ,somit kam er auf mich zu und stand direkt vor mir ,er beleidigte mich mit Krüppel und anderen Ausdrücken und hat mir dann auch Schläge angedroht,leider haben die anderen weggeschaut bis auf einen jungen Mann der sich da einmischte um mir zu helfen.Dies war leider so das er dann auf den Notrufknopf drückte,der Zugbegleiter kam und wollte wissen was los sei.Wir erzähltes es und was soll ich sagen – dem Randalierenden wurde geglaubt und uns nicht ,die anderen Fahrgäste schauten weiter weg und hatten Ausreden zur Hand. Das Ende vom Lied war doch tatsächlich das ich den Zug am nächsten Bahnhof verlassen sollte. Der Junge Mann war genau wie ich baff,ich habe dann die Polizei gerufen und in den Bahnhof einbestellt .Der Zugbegleiter war da ganz verdutzt und musste sich erklären ,zu guter Letzt wurde der Randalierer mit genommen . Inklusion.Miteinander.Hilfsbereitschaft unter Menschen oftmals rar. Es muss viel passieren damit wir nicht immer einstecken müssen.Wir haben auch das Recht zu reisen oder überhaupt am Leben teil zunehmen.

      Positive Erfahrung gibt es auch……… Hannover Hauptbahnhof umsteigen mit Hublift in den nächsten Zug , die nächste Tür nur 50 cm weiter ein Fahrgast motzt rum und sagt zu mir das sich früher um uns gekümmert wurde. Und diese Zeit doch wieder zurück kommen sollte…. richtig das Thema Gas war im Spiel.
      Ich habe echt gedacht im falschen Film Zusein – aber das MobiTeam und Bahnpersonal hat sehr gut reagiert der Fahrgast wurde nicht befördert und festgesetzt ,so dass ich in Ruhe meine Reise fort setzen konnte.
      Dafür ein dickes Respekt und Danke!!!!

  19. Alle- auch der Zugchef- sind Opfer einer verfehlten Verkehrspolitik aller Regierungsparteien, die über Jahrzehnte die DB kaputt gespart, teure, falsche populistische Entscheidungen getroffen hat (S21, zB), die niemand nützen und dann Bahnhöfe, Aufzüge und Toiletten unzulänglich warten ließ und lässt. Die DB ist aus diesem Grund strukturell behindertenfeindlich. Strukturell, weil sie versucht , das „Barrierefrei“ – Gesetz statt mit entsprechendem Mitteleinsatz mithilfe der Gutwilligkeit ihres überforderten Personals umzusetzen, was wie in dem Beispiel nicht klappt. Auch indem sie ZB Personal abstellt, um Rollifahrer in und aus ihren Waggons zu tragen (wie bei uns)- statt die Bahnhöfe überall an die Zugniveaus anzupassen. Arno Luik lesen! Ich unterschreibe daher nicht.

  20. Wieso hat der Zugchef statt der Polizei nicht einen Sanitärfachmann gerufen, der die defekte Toilette repariert hätte? Da sieht man (beim verunmöglichten Umsteigen auf den Ersatzzug), wie dringend wir barrierefreie Angebote brauchen.

  21. In Deutschland haben es Menschen mit Behinderungen immer noch besonders schwer, weil die UN Behindertenkonvention nach 11 Jahren immer noch nicht in den Köpfen angekommen ist. Offenbar ist manchen die Euthanasie näher als die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen. In Deutschland jagt ein Gesetz die nächste Ordnung zu Thema Inklusion, leider ändert sich nichts. Behinderte werden immer noch ständig diskriminiert und in diesem Fall sogar offiziell von der Bahn, denn der Zugchef ist Vertrter dieser Bahn. Bis heute kann die Bahn Barrierefreiheit nur sehr eingeschränkt anbieten und es gibt auch keine Bemühungen dies zu ändern. Erst die Firma Stadler baut für Deutschland erste barrierefreie Züge.
    Schaut man in die USA sieht es ganz anders aus, seit 1991 gibt es den ADA Act, der die Inklusion vorschreibt. 2010 wurde der ADA Act überarbeitet. Wer in den USA einen Menschen mit Behinderungen behindert, hat mit scharfen Konsequenzen zu rechnen, bein der Bahn bekommen die einen Verdienstorden und werden unterstützt, durch die ebenso unwissenden Bundespolizisten.
    Inklusion findet im Kopf statt, aber in vielen Bereichen haben sie den Kopf nur zum Haare schneiden!

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