• Home
  • Barrierefreie Bahn

Klar! Barrierefreie Bahn für alle

Ob mit Rollstuhl, Rollator, Fahrrad, Koffer, Kinderwagen oder sonst wie unterwegs. Die Bahn ist für alle da und ist für alle selbst verständlich zu jeder angebotenen Zeit barrierefrei nutzbar.  Leider ist das auch im Jahr 2019 nicht immer und nicht überall in Deutschland so. Deswegen machen wir uns stark und sagen: Schluss mit Diskriminierungen bei der Bahn! Wir wollen eine barrierefreie Bahn.

Druck machen für Barrierefreiheit

Die Bahn braucht Druck für deutlich mehr Dampf im Kessel auf dem Weg zur Zugänglichkeit und zur Inklusion. Mal eben die Bahn nehmen, ist viel zu oft nicht möglich. Die Ursachen sind vielfältig. Einige davon:

  • wir haben Stufen vor dem Einstieg in den Zug
  • wir haben kein Personal, um die Stufen durch Hebebühnen zu überbrücken
  • wir haben einen Aufzug, aber der ist defekt 
  • wir haben ein barrierefreies WC, aber das ist verstopft
  • unser Zug hat kein barrierefreies Abteil (und somit auch kein rollstuhlgerechtes WC)
  • wir haben ein digitales System, aber es ist unvollständig und wir halten das zwei Sinne Prinzip – z.B. Hören und lesen – nicht ein (Beispieltweet)
Auch Jens Beeck, Mitglied des Bundestages, äußert sich auf Twitter und ist „sprachlos“ ob des eklatanten Mangels bei der Bahn in Sachen Barrierefreiheit und einfachem Zugang. Er fordert die Bahn auf rasch zu handeln.

Tägliche Diskriminierung

Inklusion versus Nichtteilhabe. Mobilität versus „stehen gelassen werden“. Die Rechte mobilitätseingeschränkter Reisender werden, auch im elften Jahr nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland, für Menschen mit Behinderungen weiterhin nicht umgesetzt. Aktuelle Beispiele:

Deswegen fordern wir:

  Gleiche Rechte für alle Bahnreisenden!  

>> Keine zeitliche Einschränkung!

  Barrierefreie Bahn: selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe!  

>> Rollstuhlnutzende kommen stufenlos und barrierefrei in den Zug! 

mehr

Barrierefreie Bahn durch schwellenlosen Zugang zum Zug. Im Hintergrund Rillenplatten.
Barrierefreie Bahn mit stufenlosem Zustieg in Norwegen

Ich will eine barrierefreie Bahn. Was kann ich tun?

Bahn-Admin

10 Replies to “Klar! Barrierefreie Bahn für alle”

  1. Ich bin Rollstuhlfahrer und habe ber MSZ die Einstiegshilfe bei der für den Verbandstag des Deutschenbahnkundenverband (DBV) in Leipzig für den 15.06.19 angemeldet. Für die Hinfahrt von Potsdam HBF über Berlin HBF wurde die Hilfeleistung problemlos angemeldet.

    Bei der Rückfahrt mit dem ICE am 15.06.19 um 17:16 Uhr ab Leipzig HBF habe ich erstmal eine Ablehnung bekommen. Da das Servicespersonal alles schon verplant ist. Nach mehrmaliger schriftlichen Nachfrage bei der MSZ konnte die Hilfeleistung für Leipzig HBF zugestimmt werden. Das ist leider die Realität zur Zeit. Bei Bedarf stelle ich gerne den gesamten Schriftverkehr zur Verfügung!

  2. Mit dem Einsteigen in und dem Aussteigen aus einem Zug ist es ja noch nicht getan. Entscheidend ist doch auch die Frage, wie komme ich barrierefrei zum Bahnsteig oder von diesem weg?

    1. schön ich komme nur durch eine unterführung mit treppe zu gleis 2 oder 3 dort fahren 80% der wichtigenzüge – wie soll das mit rollstuhl gehen – geht ja schon mit rollator nicht !!!!!!!
      die bahn schreibt mir da sei nichts geplant – es muss ja auch ALLES ins ca. 70km entfrente stuttgart gepackt werden…..
      aber laut schrieb der bahn sollte ich mir den link ansehen „barrefreier urlaub mit der bahn“
      das ist doch schon fast eine Bleidigung ODER ??

  3. Für mich ist völlig unklar, weshalb man bei der DB bis heute nicht begonnen hat die Bahnsteige in einheitlicher Höhe zu bauen. Das gleiche trifft für das rollende Material zu.
    Es kann doch nicht sein, dass es immer noch Wagen der DB gibt, die immer eine unterschiedliche Einstiegshöhe haben.
    Warum können das andere Länder? Was ist aus dem Land der Innovationen geworden?
    Ein Verein, der sich mit vielen unterschiedlichen Normen herumschlägt, anstatt endlich die DIN Vorschriften zu benutzen, wozu sie ursprünglich geschaffen wurden !

    1. Es ist ja auch für ältere Personen und welche mit Rollator immer wieder „schön“, dass es mal eine Stufe aufwärts, mal eine Stufe abwärts geht.
      Oder im ICE dann gleich 3 Stufen nach oben. Der Hebelift ist auch nicht immer gleich zur Stelle.
      Komischerweise geht es aber bei den S-Bahnlinien, da ist es meist ebenerdig.

  4. Wir sind im Mai mit unserem Sohn, der mehrfach behindert ist, aber mit Unterstützung laufen kann, mit der Bahn nach London gefahren. Wir haben uns die U-Bahn in London als echte Herausforderung vorgestellt und vorher beschlossen, sie möglichst wenig zu nutzen. Aber schon beim Einstieg in Düsseldorf begannen die Probleme: Die Stufen in den ICE sind hoch und mühsam zu gehen, aber viel gefährlicher erwies sich für uns die Lücke zwischen Bahnsteig und Stufe. Diese Lücke ist relativ breit und mein Mann musste unseren Sohn darüber heben, um überhaupt die Stufen zu erreichen. Alleine hätte ich es nicht gekonnt und schon daran würde eine Reise/Bahnfahrt Mutter-Sohn scheitern. Ein besonders schönes Erlebnis hatten wir dann auf der Rückfahrt, als zwei Minuten vor Einfahrt des Zuges die Durchsage kam: „Der Zug fährt heute nicht auf Gleis 4, sondern ausnahmsweise auf Gleis 16.“ Innerhalb von zwei Minuten eine solche Distanz zwischen den Gleisen mit einem behinderten Menschen zu überwinden ist schon eine sportliche Leistung, vor allem, wenn der Zug dann auf dem nächsten Gleis in umgekehrter Reihenfolge steht und man sich durch den halben Zug „kämpfen“ muss… Fazit nach 1 Woche in London: Das U-Bahnfahren in London war regelrecht entspannt gegen das Bahnfahren in Zeiten, in denen die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt sein sollte. Und als Mutter finde ich es schade, dass ich in Zeiten, in denen dazu Nachhaltigkeit angesagt ist, doch besser mit meinem Sohn mit dem Auto fahre.

  5. Wir benutzen die Bahn oft auf unseren Handbiketouren. Toiletten in Zug und Bahnhof habe ich auf diesen Touren schon ausgeblendet. Allgemein großer umständlicher Planungsaufwand, auf einer Fahrt war der neue ICE mit Radabteil für das Rad meines Mannes ausgewählt, 5 Minuten vor Abfahrt wurde mitgeteilt, dass es doch ein alter ICE ohne Radabteil sei, leider könne das Rad meines Mannes nicht mit. Erreicht hätten wir den Zug sowieso nicht mehr, er fuhr wegen einer längerfristig bekannten Baustelle eine halbe Stunde früher…Und das auf einer langen Fahrt, die mit Regionalexpress nicht zu machen war und obwohl ich sicherheitshalber einen Tag vorher nich nachgefragt hatte, ob alles planmäßig ist. Nur eines von vielen Beispielen!

  6. In REgelmäßigen Abständen mus ich wegen meiner Krankheit „ALS“ nach Ulm ins RKU. Strecke Albstadt – Ebingen nach Ulm über Sigmaringen 2 Stunden. Regelmäßig melde ich meine Fahrt an, und regelmäßig werde ich bei uns am Bahnhof dann stehen gelassen. DEr Bahnhofsvorsteher kann es bezeugen,Begründung der Lokführer, sie haben keine Ausbildung für den Ausklappbaren Hublift (bauart Palfinger) in den IRE- Zügen der Baureihe 612. Das Ein und Ausklappen des Liftes dauert ca 30 min.. sofern es geht in der ganzen Zeit ging es 1 mal bei ca 7 Fahrten.
    So muss ich dann mit dem Nahverkehrszug der HZL nach Tübingen, da Umsteigen nach Stuttgart und dort dann den Zug nach Ulm zu bekommen (Fahrzeit 4 Std.) Und die Rückfahrt ist es genau so. Mal ganz abzusehen von Angeblich Behinderten oder Rollstuhlgerechten Toiletten , bei der HZL nicht eine Einzige.. und im IRE BR 612 auch nicht.
    1. am Bahnhof Sigmaringen kein Personal des Mobilitätsserice, kein Hublift, keine möglichkeit den Bahnsteig zu wechseln, auch keine Gleisquerung mögich 5 Gleise. Bekannt seid 10 Jahren. Endschädigung 2 Tassen Kaffêe Gutscheine und 1 Taxifahrt .
    2. Albstadt- Ebingen .. Aufzug regelmäßig defekt, kein Personal ab 20.00 Uhr. Ausgang nicht Rollsuhlgerecht Steigung über 25%, oder den Umweg ca 2km um den Bahnhof rum.

  7. ich brauche einen Rollator
    komme aber in meiner Heimatstadt nicht zu relevanten Gleisen
    die Kinderwagenrennstrecke durch die Unterführung geht nicht
    Hilfe gibt es auch keine HILFE
    über die Gleise -Betonweg mit schranke vorhanden .
    bei Strafe verboten!!!!!
    in anderen Bahnhöfen (Öhringen) muss man !!!!
    in Schwäbisch Hall Hessental geht das nicht – Warum ?????

  8. Und wieder einmal gibt es in Hamburg Dammtor nicht genug Personal. Ich muss also mit der S-Bahn eine Station in den überfüllten Hauptbahnhof und werde dann dort in den Zug gehoben. Umständlich und unnötig. Wir brauchen dringend einen besseren Service der Deutschen Bahn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.